Nach einer staugeplagten siebenstündigen Autofahrt zusammen mit drei anderen Stiftis aus Boston erreichten wir gerade noch rechtzeitig zum Eröffnungsvortrag den wunderschönen Campus der Eliteuniversität Princeton.

Ein Jahr USA kann den Blick der Dinge schon verändern, doch beim Thema "Die US-Wahl aus europäischer Perspektive" zeigte sich doch die unabänderliche rein europäische Meinung. Zitate wie "Sarah Palin kennt sich mit der Außenpolitik aus, weil sie von ihrem Küchenfenster in Alaska nach Russland schauen kann" garnierten einen sehr interessanten Vortrag und legten genau die richtige Grundlage für das spätere Fernsehduell der beiden Präsidentschaftskandidaten.
Dank des großzügigen Sponsorings der Boston Consulting Group verbrachten wir die Nächte in der edlen Präsidentschaftssuite des Nassau Inn.

Nach einem Workshop zum Thema "China - die akademische Herausforderung" und einer ins-Wasser-gefallenen Kanutour (ich machte stattdessen eine Campus Führung mit) fand der Höhepunkt des Wochenendes statt: das formal Dinner.
Abschiedsvortrag am Sonntag morgen war "Heimat - Ist das ein Problem?", doch leider erfuhr ich nur aufs Neue, dass ich mit der Argumentationsweise und Vortragstechnik von Geisteswissenschaftlern (einfaches Vorlesen der vorher konstruierten Bandwurm-Sätze) kaum etwas anfangen kann.
Doch in einem muss ich schon zustimmen: Die Heimat ist eine Baustelle, ständigen Veränderungen unterworfen, doch erhalten bleibt sie immer.
Aber meine Heimat mache ich nicht unbedingt an dem Land Deutschland (oder meinetwegen auch Bayern) fest, sondern an den Menschen, die mir dort so unendlich viel bedeuten.

Nach einer Toll-Station-sei-Dank erneut ziemlich langen Autofahrt endete ein spannendes, sehr interessantes super Studienstiftungswochenende.
1 comment:
Huhuuu, Mensch, du bist ja richtig aktiv in deinem Blog! Ich wünschte, ich könnte meinen auch mal so pflegen. Irgendwas mache ich falsch ;D
Sende dir viele liebe Grüße von der Westküste!
Duygu
P.S.: Was du über den letzten Vortrag schreibst, kann ich sooo gut nachvollziehen! Ich saß währenddessen neben einem Philosophen, der es total super fand. Ich bin fast gestorben! ;)
Post a Comment