Tuesday, April 29, 2008

Back in Boston - the new Midpoint

Und schon sind wieder weitere vier Wochen vorbei und nachdem ich ja jetzt endgültig entschieden habe, auch für das erste PJ-Tertial in Boston zu bleiben, ist hiermit der neue Midpoint erreicht.
Um mal kurz zusammenzufassen, was in den Wochen in Europa alles so los war:

Ich habe gearbeitet, gearbeitet, gearbeitet - außer das die Sprache meiner Umwelt von Englisch nach Spanisch gewechselt hatte, war eigentlich alles beim Alten geblieben - denn am 15.4. war die Deadline für Abstracts für eine wichtige Konferenz gewesen.

Zwei Tage nach der Deadline bin ich für 1 Tag von Madrid nach Frankfurt geflogen, um mein neues Visum für meinen verlängerten Aufenthalt bis Weihnachten in Boston zu beantragen - und ich habe es tatsächlich bekommen.

Dann war ich zwei Tage in Madrid - unglücklicherweise hatte ich mir irgendwo eine ziemlich heftige Magen-Darm-Grippe eingefangen, die den Rückflug von Madrid zu einem meiner schlimmsten Erlebnisse bisher machte, und den als wunderschönes Wochenende geplante Besuch von Klaus in Madrid rücksichtslos zerstörte.

Dann war schon nur noch eine Woche übrig, gefüllt mit Spanisch, Spanisch, Spanisch.

Am Ende flog ich für ein Wochenende nach Deutschland, bei dem sich die Ereignisse einfach nur so überschlugen:
Samstag bürokratischen Ärger hinter sich bringen (hatte ich doch gerade erst meine US Steuererklärung hinter mich gebracht, stand der gleiche nervige Kram in Deutschland auf dem Plan)
Der Sonntag eigentlich Grillen mit Iryna, doch sollte ich dort nie ankommen - ein Fahranfänger hinderte mit einem gekonnten Auffahrmanöver dieses Vergnügen, beförderte den süßen kleinen Polo auf den Autofriedhof und Klaus und mich in die Uniklinik Ulm. Schmerzhalft genung, aber wir hatten Riesenglück, außer Schleudertrauma und Prellungen. Was gibt es schöneres als Sonntag abend in der Notaufnahme?
Montag trotz allem Spanisch-Prüfung an der Uni Tübingen und Besuche bei all den Leuten, die mir dort so wichtig waren - Familie Bald und den Freunden im Wohnheim.

Und Dienstag war dann schon wieder Abflug. Noch so ein schrecklicher Flug - ein Schleudertrauma und Gurtprellungen als Vorbereitung auf einen turbulenten Transatlantikflug sind einfach nicht empfehlenswert. Das der dann auch noch 2h verspätet war, machte die Sache nicht besser.

Doch letztendlich bin ich wohlbehalten in meinem Boston angekommen mit dem Wehrmutstropfen, dass viele meiner Freunde schon nicht mehr da waren oder in naher Zukunft gehen sollten:
Ben, mein bester Freund und Mitbewohner, mit dem ich so viele tolle Ausflüge - Cape Cod, Football in Yale, Miami - unternommen habe, der mich zum Tanzen gebracht hat, mit dem ich Tür an Tür in den letzten Wochen vor Spanien bis spät in die Nacht gearbeitet hatte und so oft mitten in der Nacht einfach noch gequatscht habe mit einer guten Flasche Wein - Anfang Mai fliegt er zurück nach D.
Chris, Medizinstudent und gute Seele, wenn ich mal wieder ein statistisches oder sonstiges Problem hatte, der mich mit seinen feinfühligen Kochkünsten auf die Meeresfrüchte Spaniens vorbereitete - er ist schon seit Anfang April wieder zurück in D.
Daniel, der mich an meinem ersten Tag verloren vor einer Pizzeria aufgabelte, der mich mit Hochgeschwindigkeits-Englisch anfangs zur Verzweiflung brachte, der mir nach und nach die Kneipen in Cambridge zeigte, mit dem ich auf dem Charles segeln war, der die Daten meiner Forschungsarbeit aus dem Laptop-Himmel zurückholte - er geht Mitte Mai an die Westküste.
(Actually Daniel, I did not promise that - but how does it feel like to read your name in the middle of a bunch of incomprehensible German words ;-) ? And of course I wrote it in a manner that your fish-something translation will not make any sense)
Und all die anderen, die schon weg sind oder bald gehen werden - Urs, Sönke, Veronika, Taylor, Cat.

Thank you so much to all of you, who made and still make my stay in Boston such an amazing unforgettable experience.

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